Teil 1 Einleitung
Teil 2 Siedler
Teil 3 A Händler
Teil 3 B Händer
Teil 4 Pirat
Teil 5 Wächter
Teil 6 Ausblicke und Spekulationen
Teil 3b
Der Händler ist auf Kundschaft angewiesen, die keine Händler sind, damit sich nicht seine Preisgestaltung monoton immer nur in die eine gleiche Richtung verändern wird- immer teuerer oder immer günstiger. Mit drei anderen Rassen kann der Händler regen Handel betreiben.
Die Piraten haben durch ihre angedachte Eigenart evtl. auch einen Rohstoffüberschuss, aber gleichzeitig einen Rohstoffmangel. Zudem benötigen sie Währung. Hier ist der Händler ein optimaler Partner. Über seinen Handelposten sorgt er durch An- und Verkauf, dass sich deren Überschuss und Mangel ausgleichen lässt. Ein fleißiger Pirat befriedigt auch so sein Verlangen nach Währung. Ziemlich ähnliches gilt in der Beziehung Wächter und Händler. Der Siedler hingegen kann den Handelsstützpunkt nur für den Ausgleich seine Rohstoffmengen nutzen. Cash benötigt er nicht.
Die ideale Zusammenarbeit aus Händlersicht wird durch Übergriffe anderer Spieler auf ihn gestört. Somit wird seine Politik dem störenden gegenüber härter und den helfenden weicher sein. Dieses theoretisierte Gebilde könnte so in etwa die Idee der Macher unseres geliebten Spieles darstellen.
Wie sieht nun der Ist-Zustand nach einem eingefahrenen Spiel aus? Die Situation wird anhand seiner rasseeigenen Vorteile erörtert; zu einem Zeitpunkt, zu dem er sich selber schon weit entwickelt hat.
1. Deutlich größerer Rohstoffproduktion
Der Händler hat niemals Rohstoffmangel. Er produziert unglaubliche Mengen, von denen er nur einen Bruchteil selber verwenden muss. Leider haben sich die anderen Rassen auf mögliche Mängel einstellen können und haben ihrerseits ebenfalls große Rohstoffmengen. Diese Rohstoffmengen reichen ebenso aus, einen genügend vernünftigen eigenen Ausbau zu schaffen.
2. Handelsstützpunkt
Der Händler ist der einzige der seinen Handel automatisiert über seinen Handelsposten abwickeln kann. Sein Vorteil beschränkt sich hier allerdings nur auch das Wort automatisiert. Alle Rassen können untereinander Handel treiben und machen es auch. Warum sollen sie noch einen teureren (Zwischen-)Händler benutzen.
Der Händler kann seinen Handelsposten nur interessant halten, wenn er die Preise entsprechend einstellt. Er kann einen niedrigen Verkaufspreis einstellen. Das Handeln funktioniert nun. Er ist unglaublich billig und wird schnell leer gekauft. Er muss zusehen, dass er weitere Rohstoffe ständig nachliefern kann. Dazu hat er zwei Möglichkeiten. Entweder er schickt sich selber immer wieder Rohstoffe zu seinem eigenen Handelsposten oder er vergrößert die Produktion, indem er seine Planeten fusioniert. Ersteres führt zu viel Arbeit, macht es aber möglich. Eine Fusion hat massive Nachteile, denn er kann seine Fusion nicht mehr ausbauen, demzufolge muss er, wenn er überhaupt über seinen Handelsposten etwas verkaufen möchte permanent Flotten zu diesem schicken. Ergo ist das Verkaufen über den Handelsposten ausschließlich den deutlich aktiveren Händlern vorbehalten.
Soll über den Handelsposten eingekauft und verkauft werden, so muss der Verkaufspreis so niedrig sein, dass Kunden kommen UND der Einkaufspreis ebenfalls. Mit einer sehr guten Preispolitik ist dies möglich. Die Schere zwischen dem EK und VK muss in diesem Fall aber äußerst eng sein. Wenn der Unterschied nun so gering sein muss, dann kann ein Verdienst nur durch die Menge erreicht werden. Diese großen Mengen ziehen aber auch Gegenspieler an. Es steht also dem extrem hohen Risiko für den Händler alles zu verlieren, einem sehr kleinen möglichen Gewinn gegenüber. Gewöhnlich geht ein großer Gewinn mit einem großen Risiko einher.
3. Fusionatoren
Der Markt reguliert den Preis. Gerade hier ist das allzu deutlich sichtbar. Der Umsatz an Fusionatoren steigt, da immer mehr Spieler mehr benötigen. Gleichzeit sind immer mehr Händler in der Lage diese auch anzubieten. Die Zahl der produzierbaren hat die Zahl der benötigten überschritten. Der Preis fällt also.
Er fällt so weit, bis niemand mehr bereit ist, ihn für diesen Wert zu verkaufen. Die Regulierung würde sich wieder zugunsten eines hohen Preises entwickeln, wenn da nicht sofort wieder massiv viele Fusionatoren auf den Markt geworfen werden könnten. Der Fusionator ist ein Element für den Händler, das knapp oberhalb seiner Schmerzgrenze noch Gewinn bringen kann. Also ist hier ein Vorteil, ein sehr kleiner Vorteil, der nicht genommen werden kann.
Zusammengefasst bedeutet das nun. Dass der Händler nur automatisiert mit seinem Handelsposten handeln kann, wenn er bereit ist, ein hohes Angriffsrisiko einzugehen, das seinem möglichen Gewinn in keinster Weise gerecht wird. Gewinne mit Fusionatoren sind möglich, aber ebenso gering.
So kann man sagen, dass der Händler bei EL sich nicht als den Händler wieder finden kann, denn er sich wohl bei seiner Anmeldung ausgedacht hatte. Diese Entwicklung ist sicherlich von den Machern des Spiels weder gewollt noch für sie absehbar gewesen.
4. Ruf und Ansehen
Zu der Ist-Situation ist auch sein Ruf und Ansehen als Händler erwähnenswert. Es ist nur wenigen Händlern gelungen als gute Händler geschätzt und geachtet zu werden. Dies aber NUR auf persönlicher Ebene. Die Gemeinschaft der Spieler hat im Allgemeinen leider eine andere Meinung. Aber warum ist das so? Mehrere Gründe sind hier anführbar.
Zum einem wird der Händler als Händler nicht benötigt, da jeder handelt und die Fusionatoren bekommt man an jeder Ecke, es macht den Händler zu nichts besonderen.
Zum anderen wird doch viel zu oft, obwohl fälschlicherweise, fehlende Stärke herangezogen. „Was kann der mir doch nur wollen, er ist ja nur Händler“. Stärke= Angriffsstärke, „der ist immer schwächer als ich mit meine Flotte“. Sehr bedauerlich. Aber noch einmal, warum ist das so? Die Spielergemeinschaft benutzt immer wieder gerne zwei Schlagworte „Simcity-Spieler“ und „Kriegsspiel“. Der eine Begriff wird dem aufgebürdet, von dem der Schreiberling vermutet, dass er weniger als er selber – wohl gemerkt, er selber, weil er ja keiner ist- im Spiel aktiv ist. Der andere Begriff kann irgendwie nicht zu einem Händler passen, da er handelt und mehr nicht macht oder kann oder was auch immer. Objektiv betrachtet sind beide Verwendungen falsch. Macht man sich zudem die Mühe und ließt noch mehr von denen, die solche Begriffe einwerfen, erahnt man auch, warum sie sie verwenden und nicht einfach etwas Richtiges schreiben. Es lässt sich sogar noch weiter treiben. Es ist mehr ein Handelsspiel als ein Kriegs- nein ich will den Begriff nicht nutzen, da er falsch ist- als ein Kampfspiel und dann ist es noch ein Beschützerspiel, genau in dieser Reihenfolge steht es auf unserer Protalseite: Earth Lost trade fight protect.
Abschluss:
Vor kurzem wurden erste Fakten bekannt gegeben, die das weitere Spielgeschehen beeinflussen werden. Zwei Punkte betreffen den Händler direkt.
Was diese Änderungen dem Händler bringen werden und wie sich alle Änderungen auswirken können, werden in der letzten Reihe nachzulesen sein.
written by Kevin Flynn
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